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22. November 2015

[REZENSION] Love and Confess






Titel: Love and Confess
Autor: Colleen Hoover
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Verlag: dtv [20. November 2015]
Seitenanzahl: 400 Seiten
Preis: 12,95€ (DE)  *klick*
Reihe: ---

 





 
Inhalt 
Vor fünf Jahren hat Auburn ihre erste große Liebe in Dallas zurücklassen müssen, verbunden mit einem Schmerz, den sie bis heute nicht ganz überwunden hat. Als sie eines Abends im Schaufenster einer Kunstgalerie Briefe mit anonymen Bekenntnissen entdeckt, ist sie zutiefst berührt, denn auch sie trägt ein Geheimnis mit sich. Niemand soll von ihrer Vergangenheit wissen - vor allem nicht Owen, der junge Künstler mit den grünen Augen, der sich von den Geschichtenanderer Menschen für seine Bilder inspirieren lässt. Vom ersten Augenblick an fühlt sie sich zu ihm hingezogen und Owen geht es nicht anders. Die beiden verlieben sich mit ungeahnter Wucht ineinander. Doch auch Owen hat ein Geheimnis, das alles zu zerstören droht, was ihnen wichtig ist . . .

,,Ich habe Angst, dass ich niemals aufhören werde, mein leben ohne ihn mit dem leben mit ihm zu vergleichen.''




Meinung
Ich war so gespannt auf das neue Buch von Colleen Hoover, da sie für mich eine meiner Lieblingsautorinen ist, weil sie es immer wieder schafft mich so von sich zu überzeugen, obwohl ich Liebesromanen gegenüber eher abgeneigt bin. Mit ihrem Buch ,,Love and Confess'' hat die Autorin eine neuere Seite von sich gezeigt, die auf jeden Fall anders ist und nicht mit ihren bisherigen Büchern zu vergleichen. Dabei soll anders keine Wertung sein, denn das Buch ist nicht gut oder schlecht anders. Man kann es aufgrund dieser Andersartigkeit nämlich mit keinem ihrer Bücher gleichsetzen. 

,,Sie trinken um den seelischen Schmerz nicht spüren zu müssen, und am nächsten Tag trinken sie wieder, um den körperlichen Schmerz nicht spren zu müssen.''

Schon von außen sieht das Buch sehr schön aus und das Cover wirkt eher unscheinbar. Aber wenn man die Geschichte beendet hat, dann wird einem die Verbinfung zwischen Cover und Inhalt noch viel klarer und das Cover strahlt plötzlich viel mehr aus, als davor. Schon der Einstieg war sehr interessant, weil die Situation im Prolog erstmal eine ganz andere ist, als man es von der Autorin gewohnt ist. Der Beginn von dem Buch war wirklich einer der traurigsten, die ich je gelesen habe. Dadurch, dass man gleich von Beginn an so emotional so mitgerissen wurde, kann man sehr gut in das Buch einsteigen. Außerdem fällt einem sofort die innere Gestaltung des Buches auf, denn ab und zu sind kleinen Gemälde an den Kapitelanfängen zu sehen, was einen sehr schönen Bezug zur Kunst darstellt, die in dem Buch auch teilweise thematisiert wird. Zwar hab ich persönlichen keinen beosndern Draht zur Kunst, aber darum geht es in dem Buch auch nicht explizit. Hier ist die Kunst eher ein Mittel für die Geschichte, aber man muss nicht Kunstliebhaber sein, damit das Buch einem gefällt. Allerdings hätte mich die Geschichte vielleicht noch mehr mitreißen können, wenn ich mich mehr für Kunst interessiert hätte. Trotz alledem schafft das Buch es am Ende sogar Kunst, wenn auch nur für diese Geschichte, dem Leser schmackhaft zu machen.

,,Es gibt Menschen, die man kennenlernt, und solche, die man schon vom ersten Moment an kennt ...''

Insgesamt haben mir die Charaktere auch wirklich gut gefallen, obwohl sie schon einen sehr speziellen Charaktere haben. Auburn ist ein sehr verschlossener Mensch. nicht unbedingt schüchtern, aber sie behält vieles für sich. Genauso ist es auch bei Owen, dem männlichen Protagonisten. Dadurch, dass man sehr lange nichts über Beide erfährt und sie auch zueinander ein sehr komplexes Verhältnis entwickeln, baut das Buch quasi auf Lügen und Unausgesprochenem auf, was es erst zu entwirren gilt. Dies stellt die Autorin aber sehr geschickt an, dadurch, dass im Laufe der Geschichte sich das alles entwirrt zu einem riesigen Geflecht aus Problemen und offenen Fragen. Doch sehr schön laufen nach und nach alle Stränge zusammen und ergeben ein sehr schönes, emotionales und schlüssiges Ende.

,,Tut mir leid. Ich hatte mir so fest vorgenommen, nicht zu weinen.
Weißt du, was mich echt fertig gemacht hätte? Wenn du heute aus diesem Zimmer gegangen wärst, ohne zu weinen.''

Das Buch verliert leicht von diesem jugendlichen Stil, dadurch, dass die Protagonistin Auburn schon etwas älter ist. Dies merkt man auch an der Art wie die Dinge angeht. Deshalb ist es manchmal nicht ganz so einfach sich von Anfang an in bestimmte Situationen hineinzuversetzen, weil man solche Probleme selbst wahrscheinlich noch nicht hatte. Außerdem ist Auburn ein sehr spezieller Charakter, den man nicht direkt als schwach bezeichen kannn, denn sie ist sehr stark. Allerdings tritt diese Seite von ihr lange nicht in den Vordergrund, da sie von ihrem Leben zu stark eingeschränkt wurde um diese Seitebausleben zu können. Dadurch ist es schwierig ein Verhältnis zu ihr aufzubauen, weil man sie wenig kennt aber gleichzeitig tut sie einem auch wahnsinnig leid. Man merkt auch, dass Auburn schon sehr reif ist und dadurch hat die Geschichte nicht diesen typischen erste Liebe Style. Deshalb hat sie auch schon viel (negatives) in ihrem Leben durchstehen müssen und man merkt wie gebrochen sie schon ist. Und dadurch, dass ihr schon so viel schlechtes wiederfahren ist und sie so zerbrochen ist, entsteht auch eine ähnliche Atmosphäre, die man mit keiner aus Hoover's vorherigen Büchern vergleichen kann.

,,Ich werde dich immer lieben, selbst dann noch, wenn ich es nicht mehr kann.''
,,Ich werde dich immer lieben, selbst dann noch, wenn ich es nicht mehr sollte.''

Selbst wenn die dargestellte Situation eine glückliche ist, ist die Gebrochenheit ständig anwesend und liegt wie ein Schleier über der ganzen Geschichte. Dadurch ist man auch als Leser immer sehr angespannt, weil man das nahende Unheil immer schon spüren kann. Das zeigt auch die Tatsache, dass das Buch es nicht darauf anlegt den Leser sehr zu schockiern, obwohl es viele solcher Momente gibt. Vielmehr regen diese eigentlichen Schockmomente zum nachdenken an und stellen ein Stück wiet einfach auch nur das Negative an der Realität dar. Deshalb wir die Dramatik auch nicht so offensichtlich dargelegt wie z.B. bei ,,Hope forever'', was aber nicht heißt, dass keinen Dramatik vorhanden ist. Nur schlägt sie nicht so plötzlich ein, da sie quasi schon von Anfang an da ist. Als Leser kann man das besonders in Form von unbehagen spüren oder manchmal auch eine Gänsehaut, die man bekommt obwohl noch nichts passiert, aber man liest das Unglück quasi schon zwischen den Zeilen heraus. Und obwohl die Stimmung in dem Buch wirklich dauerhaft deprimierend und angespannt ist, schafft es das Buch trotzdem noch die Liebesgeschichte so glaubhaft rüberzubringen. Am Ende wenn man dann aufatmet ist es als ob sich alle Emotionen aus dem Buch angestaut hätten und einen nun überfallen.

,,Bitte erlaube niemandem, dir das Gefühl zu geben, weniger zu sein, als du bist''

Auch der Schreibstil hat mir mal wiede rgroßartig gefallen. Man konnte nochmal eine Entwicklung im Vergleich zu manch anderen Büchern von ihr feststellen und auch hat sie mal eine andere, ernstere, problematischere Seite von sich gezeigt, als sonst.




Fazit 
Gerade weil dieses Buch aufgrund seiner vielleicht sogar schon leicht beängstigenden Atmosphäre so anders ist als die anderen Bücher der Autorin ist es mal etwas ganz Neues von ihr. Man kann nicht sagen welche Art besser ist, weil beide so unterschiedlich sind, dass man sie gar nicht miteinander vergleichen kann. Mir persönlich gefälltt die Art von z.B. Will&Layken minimal besser. Trotzdem würde ich das Buch eine Stufe über die anderen Stellen, vom Niveau her. Nicht weil es zwingend besser war, sondern weil es viel ernster ist bleibt und auch sehr realistishce Problematiken aufzeigt. Somit ist das Buch vielleicht auch eher für ein Publikum, dass vielleicht nicht mehr ganz so jung ist. Auch wenn sich z.B. der Schatten über dem Buch sehr negativ anhört, sind dass alles Dinge die das Buch sehr besonders gemacht haben und ich kann absolut nichts an dem Buch aussetzen.

,,Ich hoffe sehr, dass das Schicksal merh als nur einen für sie bestimmt hat.''
  

5/5
 
 
  Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares ♥

Kommentare:

  1. Eine hübsche Rezension die du da geschrieben hast :). Ich liebe die Idee mit den einzelnen Zitaten zwischendrin. Du hast mich echt überzeugt und ich denke, dass cih mir das Buch so bald wie möglich kaufen werde, und nicht wie ich eigentlich vorhatte bis Weihnachten warten. <3

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  2. Freut mich, wenn ich weiterhelfen konnte. Und vielen Dank für das Kompliment. Eigentlich beschränke ich mich immer auf einige wenige Zitate abe rhier konnte ich mich einfach nicht festlegen

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