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15. Dezember 2015

[REZENSION] Das Feuerzeichen






Titel: Das Feuerzeichen
Autor: Francesca Haig
Verlag: Heyne fliegt [26. Oktober  2015]

Seitenanzahl: 477 Seiten
Preis: 16,99€ (DE)  *klick*
Reihe: Band 1/3
 





Inhalt 
Als Zwillinge geboren, zu Feinden erzogen!
Vierhundert Jahre in der Zukunft: Durch eine nukleare Katastrophe wurde die Menschheit zurück ins Mittelalter katapultiert. Es ist eine Welt, in der nur noch Zwillinge geboren werden. Zwillinge, die so eng miteinander verbunden sind, dass sie ohne einander nicht überleben können. Allerdings hat immer einer von beiden einen Makel. Diese sogenannten Omegas werden gebrandmarkt und verstoßen.
Es ist die Welt der jungen Cass, die selbst eine Omega ist, weil sie das zweite Gesicht besitzt. Während sie Verbannung, Armut und Demütigung erdulden muss, macht ihr Zwillingsbruder Zach Karriere in der Politik. Cass kann und will diese Ungerechtigkeit nicht länger ertragen und beschließt zu kämpfen. Für Freiheit. Für Gerechtigkeit. Für eine Welt, in der niemand mehr ausgegrenzt wird. Doch die Rebellion hat ihren Preis, denn sollte Zach dabei sterben, kostet das auch Cass das Leben …
 


Meinung
Allein aufgrund seiner Erscheinung habe ich mich sofort in das Buch verliebt. Genauer gesagt in dieses Cover. Die ganzen Brandflecken wirken sogar erschreckend echt und passen darüber hinaus auch wunderbar zu dem Inhalt des Buches, genauso wie das Omega, im Zentrum des Covers. Auch der Klappentext macht wirklich gleich neugierig, denn die Idee des Buches klingt nicht nur neu, sondern sie ist es auch. Das merkt man eigentlich ziemlich schnell, nachdem man das Buch begonnen hat. Klar weißt es diesen typischen roten Faden auf, den man aus allen Dystopien kennt, nämlich das irgendjemand (meist benachteiligtes) sich gegen das System auflehnt. Allerdings war der Weg dazu für mich ein ganz Neuer. Die Autorin hat mich nämlich mit ihrer erschaffenen Welt total beeindruckt. Denn obwohl die Welt in der Zukunft spielt, fühlt man sich total in die Vergangenheit zurückversetzt. Man merkt nur an manchen ''Erfindungen'', dass eben dies nicht der Fall ist. Gleichzeitig ist die Welt aber auch sehr abartig und grausam. Es werden nämlich nur ncoh Zwillinge geboren, von denen ein Kind immer normal ist und sein Zwilling ist körperlich behindert oder hat die Gabe des Sehens. Und es ist immer so, dass eben diesen einen normalen Zwilling gibt und dann noch den Unnormalen. Wer sich nach der Geburt als Unnormal entpuppt, gehört nun zu den Omegas und muss sein Zuhause bei den normalen Menschen, den Alphas verlassen. Die Omegas führen ein deutlich schlechteres Leben als die Alphas und am liebsten wünschen ihnen die Alphas den Tod, doch genau das ist das Besondere an der Geschichte. Denn Alpha-Zwilling und Omega-Zwilling sind aufeinander angewiesen. Egal wie groß die Entfernung ist, der Schmerz des einen, wird auch der andere spüren. Stirbt einer, stirbt auch sein Zwilling. Und genau das ist es was das Buch so ausergewöhnlich macht. Denn oft ist es in Büchern so, dass man quasi nur eine Person töten muss. Und genau diese Einstellung hat man in dem Buch auch, nur das Problem ist eben, dass man das nicht als Lösung verwenden kann. Durch diese unbekannte Situation in der man sich als Leser befindet ist man einfach völlig ratlos und wüsste selber nicht wie man an Stelle der Protagonistin handeln würde. Allerdings waren solche Stellen auch immer wieder die einzigen die so richtig Schwung in das Buhc gebracht haben. Denn vor allem am Anfang braucht das Buch knapp 100 Seiten um erstmal zu beginnen. Denn bis zu diesem Zeitpunkt zieht es sich unglaublich. das Setting ist immer dasselbe, die Gedanken der Protagonistin auch und es wird schnell langweilig. Hält man bis zu Seite 100 durch ändert sich dies, vor allem weil die Protagonistin in immer neuen Situationen landet. Allerdings hat es selbst da das Buch nie geschafft die Grenze zu erreichen wo es richtig anfängt spannend zu werdne und zu fesseln. Man hat immer Ansätze davon gespürt, aber so richtig konnte die Spannung nicht übertragen werden. Genauso war es generell bei Gefühlen und Emotionen. Das Buch blieb ziemlich kalt, was auch daran liegen kann, dass es keine richtige Liebesgeschichte hab (was eigentlich gut war). Aber leider hätte die Autorin dann durch irgendetwas anderes Gefühle ins Spiel bringen sollen. Eben wegen dieser Leere von Gefühlen blieben die Charaktere für mich sehr oberflächlich, obwohl man tatsächlcih sehr viel über ihre Vergangenheit erfahren hat. In diesem Punkt geht die Autorin auch sehr in die Tiefe, bleibt allerdings immer auf der sachlichen Ebene. Das hat man auch ihrem Schreibstil angemerkt, der durch diese vielen Informationen manchmal sehr anstrengend zu lesen war. Darüberhinaus hat mir der zweite große Charakter eigentlich sehr gut gefallen. Der Junge ohne Namen, den Cass findet war mir sofort symphatisch und auch wenn er schon älter war, hat er für mich immer wie ein kleiner Junge gewirkt, der beschützt werden muss weil er zum einen mega süß ist aber auch gleichzeitig der unschuldigste Mensch überhaupt.



Fazit
Insgesamt hat das Buch sehr gemischte Gefühle ausgelöst. Angefangen bei der Grundidee die mich wirklich umgehauen hat und einem starken männlichen Protagonisten, bis zu einer langweiligen, emotionslosen Umsetzung und einer Protagonistin, die zwar aufgrund ihrer Stärke gut in die Geschichte passt, aber der der nötige Tiefgang gefehlt hat, um sich besser mit ihr identifizieren zu können.


 
 

3/5


 Die Feuerzeichen-Trilogie
Band 1 - Das Feuerzeichen (26. Oktober 2015)
Band 2 - Das Feuerzeichen - Rebellion (vorraussichtlich: 9. Mai 2016)
Band 3 - Das Feuerzeichen - Rückkehr (vorraussichtlich: 8. April. 2017)
  Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares ♥

      

Kommentare:

  1. hey :)
    Sehr schöne Rezi, ich kann dir eigentlich nur zu 100% zustimmen :) Ich fand auch den ganzen Rückblick am Anfang sehr ermüdend und überhaupt nicht mitreißend. Ansonsten konnte mich das Buch zumindest etwas mehr begeistern, weil mir die Geschichte dann doch wirklich gut gefallen hat.
    Das sehr wenige Emotionen im Buch rübergebracht wurden ist mir so gar nicht aufgefallen - nur bei der "Liebesgeschichte" war das für mich so offensichtlich, dass ich die Krise bekommen habe. Für mich war das eine Freundschaft und keine Liebebeziehung.

    liebe Grüße
    Lena

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  2. Oh, oh, da bin ich aber gespannt, wie mir das Buch gefallen wird ... Es liegt jetzt schon eine Weile auf meinem SuB, weil ich erst meine Arbeit über "Humidity Sensors" zu Ende schreiben muss, ich wollte es aber danach eigentlich sehr bald anfangen. Cover und Idee haben nämlich auch mich begeistert! Naja, mal sehen, wie es mir dann gefallen wird.

    Liebe Grüße
    Marie

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